Was könnten die Folgen einer solchen technischen Errungenschaft für die Gesellschaft bedeuten? Im schlimmsten Fall könnte sich unsere Gesellschaft mehr und mehr hin zu einem Überwachungsstaat entwickeln oder die neuen technischen Gadgets werden doch eher als unterstützendes Hilfsmittel angesehen.
[...]„Bereits heute sind persönliche elektronische Tagebücher in Mode gekommen. Diese lösen mehr und mehr persönliche Hompages ab. Speziell junge Leute machen regen Gebrauch von Blogs und mobilen Aufzeichnungsgeräten. Da sich das digitale Aufzeichnen trotz der gegenwärtigen, noch bescheidenen Möglichkeiten derartiger Beliebtheit erfreut, erfüllt es offensichtlich ein weit verbreitetes Bedürfnis; es wird sicherlich noch weiter zunehmen, sowie Technik noch einfacher, umfasssender und preiswerter wird.“[...] (vgl. Artikel “Erinnerung total“ S. 88)
Klar scheinen auch nicht die Bewüggründe eines Menschen zu sein, der sein Leben digitalisiert und sich so die digitale „Unsterblichkeit“ sichert. Manche sehen dies als mehr als eine Gedächtnisstütze an und andere geniessen die ununterbrochene Aufmerksamkeit, die ihnen das System zu Teil werden lässt.
Auch wenn die Motive sehr unterschiedlich sein können, so ist die Idee einer Hinterlassenschaft für die Nachwelt jedoch nicht erst mit dem Computerzeitalter entstanden. Schon früher war die Menschheit von dem Gedanken fasziniert von der Erlangung der Unsterblichkeit wie beispielsweise die alten Ägypter, welche ihre Energie und Kraft dazu verwendeten, den Pharaonen ein Denkmal zu setzen und diese für das ewige Leben zu konservieren.

Schlussendlich wird es aber keine allgemeingültige Lösung geben. Jeder Mensch muss für sich selbst entscheiden können, wieweit seine digitale Unsterblichkeit gehen soll.
Quellen:
Bild http://www.scienzz.de/magazin/upload/kultur2007/Mumie-PaserGrab.jpg
