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Ursprung von MyLifeBits

März 5, 2008

Die Grundidee von MyLifeBits basiert auf der Vision von Vannevar Bush eines fiktiven Kompakt-Analog-Rechner, genannt Memex (Memory Extender, zu deutsch etwa: Gedächtnis-Erweiterer). Vannevar Bush wurde bekannt als Erfinder des Analogrechners und koordinierte im zweiten Weltkrieg alle militärischen Forschungsprogramme wie beispielsweise auch die Entwicklung der Atombombe, was jedoch schon zu Denken gibt, an was Vannevar Bush sonst noch mitgewirkt hat, nebst einem solchen elektronischen Helfer.

Bush veröffentlichte im Sommer 1945 einen Essay mit dem Titel „As we may think“ in der Zeitschrift Atlantic Monthly. In diesem Artikel beschreibt Bush eine fiktive Maschine, welche Informationen verarbeiten und als intelligentes Werkzeug dem Mensch zur Seite stehen soll. Auch das Konzept der Mensch-Computer-Interaktion erregte bereits damals grosse Aufmerksamkeit und einige Wissenschaftler begannen auch ein paar von den Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die Vision von Bush war simpel: Eine Maschine, eingebaut in den Schreibtisch sollte als Gedächtnisstütze dienen und über assoziatives Denken verfügen, mit dem es möglich sein sollte, Dokumente mittels Verknüpfungen aufeinander verweisen zu lassen. Daneben sollte dieser elektronische Helfer über ein Mikrofilmgerät, ein Mikrofon und zwei nebeneinander liegenden Bildschirmen, welche mittels Brührungen auf den Benutzer reagieren sollten. Zudem sollte eine Kamera, welche an einem Stirnband befestigt ist, Aufzeichnungen machen und diese dann überspielt und archiviert werden (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Memex).
Heute ist dies ja schon lange keine Zukunftsmusik mehr, denn in nahezu jedem Bankautomaten sind solche Berührungsbildschirme schon gang und gebe. Nur die intelligente Assoziation konnte noch nicht realisiert werden. Jedoch wird dies sicher auch nur eine Frage der Zeit sein, bis sich diese damals futuristische Vision in die Realität verändert.

Quelle:
Bild http://www.at-mix.de/images/glossar/bush-vannevar.jpg

Wikipedia (15 January 2008)
Wikipedia (14 May 2007)

2 Kommentare

  1. Erste intelligente Ansätze sind nun aber beispielsweise bei „Microsoft Surface“ erkennbar, das vom Erscheinungsbild einem Sofatisch ähnelt. Microsoft Surface ist erst im Frühjahr 2008 erhältlich und kostet ca. 10′000 $ (Businessmodell). Es zählt bezüglich der Mensch-Maschinen-Interaktion zur selben innovativen Generation wie das iPhone oder der iPod Touch. Analog zu den Apple-Geräten können mehrere Finger – verschiedener Personen – synchron zur Bedienung eingesetzt werden. Darum nennt man die Technologie „Multi Touch“. Maximal können 52 Eingaben gleichzeitig getätigt werden, was fünf Benutzern (5 x 10 Finger) entspricht.
    Ausserdem ist Microsoft Surface imstande, mit anderen Geräten zu kommunizieren (Maschine-Maschine-Interaktion). Legt man ein W-LAN-fähiges Mobiltelefon auf den Bildschirm, so kann man per Drag & Drop Daten austauschen. Ein eben mit einer Digitalkamera innerhalb der W-LAN-Reichweite geschossenes Bild kann unverzüglich auf dem 30 Zoll (76 cm) grossen Screen angezeigt werden.
    Siehe http://www.microsoft.com/surface/index.html


  2. Ob „Microsoft Surface“ aber Assoziationen entlang der Zeitachse vornehmen kann, bleibt zu bezweifeln. Nur schon im Bereich der Bilderkennung und -vergleichung steht die Forschung meiner Ansicht nach noch in den Kinderschuhen.
    Ein Arbeitstisch, der mir beim Lesen eines Artikels automatisch andere Artikel zum selben Thema anzeigt, die ich in der Vergangenheit gelesen habe (oder besser auch noch solche, die ich verpasst habe), wäre schon noch praktisch. Sozusagen ein automatisiertes del.icio.us mit Einspielfunktion :-)



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